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SYMPOSION.ORG Internetforum von Dr. Stefan Scheil III. Rezensionen von "Logik
der Mächte" Holger v. Dobeneck in der
"Jungen Freiheit" vom 31. März 2000 Markus Lang in der "Zeitschrift für
Politikwissenschaft", Heft 3/2000: "Ausgangspunkt für Scheils Essay ist die Überzeugung, daß im Bereich der Forschung über den Zweiten Weltkrieg und darüber hinaus der "liberale Historizismus sich ... zu einem Problem der Geschichtswissenschaft ausgewachsen" (S. 18) habe. Der Siegeszug liberaler Demokratien sei zu einem historischen Gesetz erhoben worden, welches nun einen objektiven Blick auf die Ereignisse unmöglich mache. Der Verfasser reklamiert für sich, nun wissenschaftliches Neuland zu betreten, indem er erstmals die Entstehung des Zweiten Weltkriegs durch eine Analyse der globalen systematischen Zwänge erkläre. So war nach ihm nicht Deutschland allein für den Krieg verantwortlich, vielmehr sei er ein Produkt des unausgewogenen europäischen Mächtesystems gewesen. Was für die Entstehung richtig sei, zeige sich noch deutlicher im Fortgang des Krieges: "Zügig entwickelte sich der Krieg zum Weltkrieg - und er besaß eine Eigendynamik, die jede "Entfesselung" durch Hitler überflüssig machte. Der deutsche Diktator hatte die Initiative bereits am 3. September unwiderruflich verloren." (S. 222) Wo frühere Studien dazu tendierten, Hitlers und Deutschlands Machtstreben als alleinige Ursachen zu verabsolutieren, degradiert Scheil den Faktor Hitler zu einer bloßen Randbedingung und blendet das grausame Wesen des Nationalsozialismus gänzlich aus: "Hitler mochte vielleicht zu Recht zum Paria der internationalen Gemeinschaft (es gab 1939 andere, die diesen Titel kaum weniger verdienten)." (S. 228) Damit läuft er jedoch Gefahr, mit den Vorstellungen vom "Ende der Geschichte" gleich sämtliche Wertmaßstäbe in der Geschichte und der Geschichtsschreibung über Bord zu werfen." |
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